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17.03.2026

Beschwerdebilanz 2025: Ethik wird zum entscheidenden Faktor

Mehr Beschwerden, mehr Entscheidungen, mehr Sensibilität: 2025 zeigt, dass Werbung stärker denn je im gesellschaftlichen Fokus steht und die Anforderungen an verantwortungsvolle Kommunikation steigen.

Die Beschwerdebilanz des Österreichischen Werberats zeigt für 2025 ein klares Bild: Mit 438 eingelangten Beschwerden und 292 Entscheidungen wurde ein Höchststand der letzten zehn Jahre erreicht. Damit stieg die Zahl der Beschwerden um rund 19 Prozent, die Entscheidungen legten um knapp 18 Prozent zu. Besonders auffällig ist dabei die inhaltliche Verschiebung - ethische Fragestellungen stehen stärker denn je im Zentrum der Kritik.  

Mit 121 Fällen führt der Bereich "Ethik & Moral" das Ranking der Beschwerdegründe an, gefolgt von geschlechterdiskriminierender Werbung und Irreführung. Gleichzeitig zeigt sich, dass Konsument:innen zunehmend differenzierter hinschauen und Werbung nicht nur auf einzelne Sujets reduzieren, sondern breitere gesellschaftliche Fragen damit verbinden.  

Auch die Reaktionen der Unternehmen entwickeln sich weiter: 26 Werbemaßnahmen wurden nach erster Kontaktaufnahme sofort zurückgezogen oder angepasst - ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig bleibt der Druck hoch, denn gerade bei strittigen Fällen fordert der Werberat konsequent Anpassungen oder sogar den Stopp von Kampagnen. Für die Branche bedeutet das: Wer heute auffallen will, muss mehr denn je Verantwortung mitdenken.

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Autor

von Create Carinthia


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