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28.11.2024

Österreichs Werbeklima rutscht weiter ab

Der Werbeklimaindex ist im 3. Quartal weiter gefallen. Nachfrage bleibt das Hauptproblem, Arbeitskräftemangel stabilisiert sich leicht.

Die Stimmung in der österreichischen Werbewirtschaft hat sich im 3. Quartal 2024 weiter eingetrübt. Der Werbeklimaindex sank auf 4 Punkte und zeigt eine Verschlechterung der Geschäftslage, die mit minus 34 Punkten tief im negativen Bereich liegt. Laut Fachverbandsobmann Michael Mrazek sind die Auftragsbücher vieler Unternehmen weiterhin unzureichend gefüllt. Fast 50 Prozent der Befragten nennen mangelnde Nachfrage als größtes Hindernis. Die Erwartungen für die nächsten sechs Monate bleiben gedämpft, mit einem Saldo von minus 14 Punkten für die Geschäftslage. Dennoch zeigt sich ein kleiner Hoffnungsschimmer bei den Beschäftigungserwartungen, die sich leicht verbessern konnten.

Europäische Einflüsse und Forderungen der Branche

Österreichs Werbekonjunktur befindet sich im europäischen Mittelfeld, während in anderen Ländern wie Deutschland und Finnland wirtschaftliche Schwächen deutlich sichtbar bleiben. Das schwierige Umfeld fordert Maßnahmen, um die heimische Branche zu stärken. Michael Mrazek fordert eine Zweckbindung der Digitalsteuer, gezielte Aus- und Weiterbildungsförderung und keine neuen Werbebeschränkungen, insbesondere im Bereich nachhaltiger Werbung. Insgesamt bleibt die Konjunkturdynamik im Dienstleistungssektor gebremst, mit wenig Aussicht auf Besserung in den kommenden Monaten.

Zum WIFO Werbeklimaindex >>

Autor

von Create Carinthia


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