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04.07.2017

Viel Rauch um Advertising

Fachgruppe holte sich bei der heurigen Studienreise frisches Wissen aus der holländischen Hauptstadt Amsterdam. Vor allem im Social-Media-Bereich investieren die Oranjes viel.

Donnerstag knapp vor 05:00 Uhr Früh am Flughafen Klagenfurt: Gähnende Leere! Nach und nach trudeln sie aber ein - die Teilnehmenden der Studienreise der Fachgruppe Werbung nach Amsterdam - ebenfalls gähnend. Beim Check in geht aber alles ganz schnell und zack - knapp drei Stunden später - setzt die Lufthansa-Maschine auch schon auf am Rollfeld am Flughafen Schiphol in Amsterdam, der jährlich rund 64 Millionen Passagiere abfertigt und seit 2016 der drittgrößte Flughafen Europas ist.

Nischen bedienen
Aber Flughafen hin oder her – interessant ist, was so abgeht in der holländischen Werbeszene. Und dazu hat die Fachgruppe ein buntes Agenturprogramm zusammengestellt. Gleich zu Beginn gibt es einen Dämpfer. Die Agentur DDB hat am Vortag abgesagt – lange Gesichter. Trotzdem bleibt die Stimmung gut und der erste Termin bei der Agentur Bengelmedia ist schon beeindruckend. Die Agentur kämpft seit neun Jahren auf dem Werbemarkt, der in letzter Zeit wieder wächst. Wichtig sei es, vor allem Nischen zu bedienen, so David de Smit. Für die Agentur gehe es in erster Linie nicht darum für sich selbst Geld zu machen, sondern für den Kunden. Die Full Service Agentur erklärt auch, dass in Holland 90 Prozent der Leute auf Facebook sind und mit Social Media, kombiniert mit Google Adwords, eine hohe Reichwerte erzielt wird.

Spaß haben
Einen bunten Mix aus 15 Leuten macht das Team vom Studio Piraat aus. Wir befinden uns bereits in Den Haag am Tag 2. Der erste ist schneller verraucht als man glaubt. Die Teilnehmenden haben die Innenstadt von Amsterdam inspiziert, haben sich im Museum für Moderne Kunst inspiriert und in der Heineken Experience degustiert. Zurück zur Eroberung der Piraaten. "Wichtig ist es, Spaß zu haben – im Team und mit den Kunden", sagt Kreativdirektor Jasper de Vink. Durch den sich verändernden Markt ist die Nachfrage nach Spezialisierung gefragt. Ähnlich wie bei uns kämpfen die Kreativen mit Kunden, die Designsoftware verstehen und vieles selber machen. "Das ist ganz gefährlich", so de Vink. Deshalb fordern Kunden vermehrt Transparenz ein. Trotzdem scheint es gut zu laufen, denn de Vink erklärt: "Wir machen keine Werbung, Kunden kommen zu uns."

Für Kunden denken
Eine alte Zigarettenfabrik ist das Caballeros-Gebäude. Hier haben sich rund 100 verschiedene Unternehmen angesiedelt: vom Gin-Anbieter über Möbeldesigner bis hin zum innovativen Brieftaschenhersteller "Secrid" – und auch die Social Media Agentur COOS! Mit Geschäftsführerin Saskia Laurijsen. Sie sagt: "Social Media ist nicht nur ein Nebeneffekt, man muss sich spezialisieren." Das dreiköpfige Team casht rund 1.500 Euro im Monat pro Kunden für die Befüllung von drei Channels ab. Gepostet wird dabei zwei bis drei Mal in der Woche. Die Freigaben wickelt Saskia über WhatsApp-Gruppen ab: "Das geht schnell und einfach." Wichtig sei es, aus Sicht der Kunden zu denken und man müsse relevant bleiben.

Daten visualisieren
"Wenn der Wind passt, gehe ich in der Mittagspause surfen", schmunzelt Erik Kersthold und blickt aus der riesigen Fensterfront in Richtung Strand von Scheveningen. Seine Agentur DPI Animation House vereint vier Unternehmen unter einem Dach. Alle sind aber spezialisiert auf die Visualisierung von Daten. Daran arbeiten Architekten, Programmierer, Designer und Videoexperten. Auch die Regierung steht auf der Kundenliste der Agentur mit dem Sehe-und-Staune-Effekt. In Gruppen aufgeteilt zeigen die Mitarbeiter sichtlich stolz die Agentur und ihre Räumlichkeiten. Was auffällt: Alle Mitarbeiter – auch jene der anderen Agenturen – können sehr gut präsentieren. Nachdem alles besichtigt, eine VR-Brille getestet und mit Mitarbeitern über Gott und die Werbewelt geplaudert wurde, gibt es noch ein Bierchen zum Abschluss – auch für die Mitarbeiter ;-)

Die restliche Studienreise ist dann wieder schneller verraucht, als man denkt. Und ratzfatz steht man schon wieder vor dem Gepäckförderband am Klagenfurter Flughafen – gähnend aber zufrieden.

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