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03.05.2017

Weg mit der Vergnügungs­steuer

Fachgruppenobmann Volkmar Fussi setzt sich für die Abschaffung der Vergnügungssteuer ein. "Steuer verteuert Veranstaltungen massiv."

Steuern zu zahlen ist für viele generell kein Vergnügen. Aber bei der Vergnügungssteuer hört sich für Fachgruppenobmann Volkmar Fussi der Spaß gänzlich auf: "Die Vergnügungssteuer ist für die Veranstalter im Lande alles andere als ein Vergnügen." Das fast 100 Jahre alte Steuerrelikt sei nicht mehr zeitgemäß und gehöre abgeschafft, so Fussi.

Wertschöpfung geht verloren
Das Problem sei, dass die Steuer Veranstaltungen massiv verteuert und viele Events daher gar nicht mehr zustande kommen. Fussi sagt: "Damit geht Wertschöpfung verloren. Dieser Verlust wiegt mehr als die Gemeinden einnehmen. Daher setze ich mich mit Nachdruck für die Abschaffung der Steuer ein." Positiver Vorreiter ist Wien - hier wurde die Steuer bereits abgeschafft. Dies sei ein klares Bekenntnis für eine lebendige Stadt, zu der nun einmal Veranstaltungen gehörten.

Vergnügungssteuer ist ineffizient
Das "Vergnügen ohne Steuern" wurde auch im vergangenen Wirtschaftsparlament der WK Kärnten in einem eigenen Antrag behandelt. Neben den Argumenten Tourismusgesinnung und Jugendkultur wurde dabei auch auf die Ineffizienz der Vergnügungssteuer hingewiesen, die auch der Rechnungshof attestiert. So ist das Kontrollorgan zum Schluss gekommen, dass "die Kosten der Kontrolltätigkeit zur Sicherung des Aufgabeneinkommens und Erzielung einer Präventivwirkung höher waren als die aufgrund dieser Kontrollen vorgeschriebenen Vergnügungssteuer". Für viele Veranstalter in Kärnten, für Schausteller, Kinobetreiber oder Gastronomen und Hoteliers ist die Besteuerung des Vergnügens ein zusätzliches Ärgernis in der ohnehin überbordenden Bürokratiearbeit.

Die Vergnügungssteuer ist eine Katastrophe
Auch Adolf Kulterer von "Feine Küche Kulterer" stößt ins selbe Horn: "Die Steuer ist eine unnötige Belastung und ein Hindernis für den heimischen Tourismus und die Wirtschaft." Werber Christian Smerietschnig von bigbang beklagt ebenfalls den hohen administrativen Aufwand und sagt: "Die Vergnügungssteuer ist eine Katastrophe. Abzüglich aller weiteren Steuern bleibt am Ende des Tages nicht mehr viel an Einnahmen über." Monika Pötscher von Pötschers Vergnügungsbetriebe bringt es auf den Punkt: "Die Steuer ist nicht mehr zeitgemäß und gehört abgeschafft."

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