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25.03.2025

Werberat: Beschwerden über Sexismus und Ethik nehmen zu

Der Österreichische Werberat verzeichnet in seiner aktuellen Beschwerdebilanz einen Anstieg bei Reklamationen. Vor allem Ethik und Moral rücken in den Fokus.

Die Zahl der Beschwerden beim Österreichischen Werberat ist 2024 auf 368 gestiegen (2023: 334). Besonders häufig kritisierten Konsument:innen geschlechterdiskriminierende Werbung, die sich gemeinsam mit "Ethik und Moral" den Spitzenplatz bei den Beschwerdegründen teilt. Während Social-Media-Werbung leicht rückläufig war, führte TV-Werbung die Liste der meistbeanstandeten Medien an. "Das Bewusstsein für ethische Werbegestaltung bleibt hoch", erklärt ÖWR-Präsident Michael Straberger.

In 16 Fällen verhängte der Werberat einen sofortigen Stopp der Werbung - ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr. Besonders uneinsichtige Kleinunternehmen fielen durch wiederholte Verstöße auf, während sich größere Unternehmen häufiger einsichtig zeigten und problematische Sujets rasch zurückzogen. Trotz steigender Fallzahlen setzt der Werberat weiterhin auf Dialog statt öffentliche Rügen.

Ein deutlicher Wandel zeigt sich in der Art der Beschwerden: Neben klassischer Werbekritik rückten gesellschaftlich brisante Themen wie Rassismus und Herabwürdigung stärker in den Fokus. Die Beschwerdezahl zu "Gefährdung von Kindern und Jugendlichen" sank hingegen deutlich. "Werbung beeinflusst nicht nur Kaufentscheidungen, sondern auch gesellschaftliche Normen - das spiegelt sich in den Beschwerden wider", resümiert ÖWR-Geschäftsführerin Andrea Stoidl.

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Autor

von Create Carinthia


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