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23.09.2019

Werberat zieht Zwischenbilanz

Der Österreichische Werberat bilanziert mit weniger Beschwerden aber mit deutlich höherer Anzahl an Stopp-Entscheidungen. Erfreulich ist die zunehmende Bereitschaft zur Kooperation seitens der Werbetreibenden Wirtschaft.

"Die große Anzahl an Stopp-Entscheidungen bezieht sich vorwiegend auf Entscheidungen zu Werbemaßnamen von Kleinunternehmen", erklärt ÖWR-Präsident Michael Straberger im Rahmen der zwölften Mitgliederversammlung des Österreichischen Werberats (ÖWR).

So verzeichnete der ÖWR im Beobachtungszeitraum Oktober 2018 bis September 2019 insgesamt 304 Beschwerden (Vergleichszeitraum 10/2017–09/2018: 388 Beschwerden). Diese führten zu 177 Entscheidungen (im Vorjahr: 212 Entscheidungen). Dabei stehen 25 Stopp-Entscheidungen (zu 11 im Vorjahr) und sieben Sensibilisierungssprüche (vgl. 23), 42 Entscheidungen (vgl. 58) gegenüber, die mit „kein Grund zum Einschreiten“ belegt wurden. "Auch mit der neuerlichen Aktivierung des Anti-Sexismus-Beirats konnten wir gerade im Bereich Geschlechterdiskriminierung ein wichtiges Zeichen für die Bedeutung des Themas innerhalb des Werberats setzen", so Straberger.

Wie auch in vorherigen Perioden liegt der Beschwerdegrund "Geschlechterdiskriminierende Werbung" mit 66 (im Vorjahr: 82) Entscheidungen auf Platz eins. Auf Platz zwei rangiert der Beschwerdegrund "Ethik und Moral" mit 39 (im Vorjahr: 33) Entscheidungen und der Beschwerdegrund "Irreführung und Täuschung" belegt mit 23 (im Vorjahr: 37) Entscheidungen den dritten Platz. Zehn (im Vorjahr: 16) Entscheidungen verzeichnet der Grund "Gefährdung v. Kindern und Jugendlichen". In der Kategorie "Rassismus" wurden neun (im Vorjahr: sieben) Entscheidungen, in der Kategorie "unlauterer Wettbewerb" sieben (im Vorjahr: zwei) Entscheidungen und in der Kategorie "rechtswidriges Werbeumfeld" sechs (im Vorjahr: sieben) Entscheidungen getroffen.

Im Medienranking hat das "Plakat" mit 43 (im Vorjahr: 32) TV-Spots mit 42 (im Vorjahr: 47) getroffenen Entscheidungen wieder von Platz 1 abgelöst. "Internet" mit 36 getroffenen Entscheidungen belegt mit gleicher Anzahl auch dieses Jahr Platz 3. Mit elf (im Vorjahr: 17) wurden im Bereich "Printanzeigen" deutlich weniger Entscheidungen getroffen als im Vorjahr, während acht (im Vorjahr: 11) Entscheidungen für "Radio Spots" und sieben (im Vorjahr: 3) Entscheidungen für "Banner" getroffen wurden.

Mehr dazu auf: https://www.werberat.at

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